Dysarthrie und Dysphagie bei IPS & APS
Veranstaltungsbeschreibung:
Sprechstörungen (Dysarthrien) treten im Rahmen der Idiopathischen Parkinsonerkrankung (IPS) aber insbesondere auch bei Atypischen Parkinsonsyndromen (APS) sehr häufig auf.
Im Laufe der Erkrankung entwickeln bis zu 90% der Betroffenen eine Stimm- und Sprechstörung. Bei manchen Patienten ist eine veränderte Stimme sogar das erste Krankheitszeichen. Leider wirkt die medikamentöse Therapie beim Sprechen in der Regel kaum. Auch die Tiefe Hirnstimulation (DBS) führt zu sehr unterschiedlichen Resultaten hinsichtlich des Sprechens, häufig zu einer Verschlechterung. Die einzige Möglichkeit, das Sprechen zu verbessern, ist die evidenzbasierte Sprechtherapie, wobei das LSVT-LOUD Konzept den „golden standard“ darstellt. Um die passende Therapiemethode auszuwählen, ist es wichtig, den primären Parkinson (MP) von den verschiedenen atypischen Parkinsonsyndromen (PSP/ MSA/ CBS) zu unterscheiden.
Das Seminar soll einen Überblick zum theoretischen Hintergrund der differentialdiagnostischen Unterscheidung des Morbus Parkinson und atypischer Parkinsonsyndrome vermitteln und dysarthrische „red flags“ anhand von Videobeispielen verdeutlichen.
Das sehr umfassende Thema der Schluckstörungen bei M. Parkinson aber auch bei den Atypischen Parkinsonerkrankungen wird ebenfalls hinsichtlich einer profunden (Differential-) Diagnostik analysiert, um dann spezifische therapeutische Maßnahmen ableiten zu können.
Dieses Seminar soll dazu beitragen, zielgerichtete Therapiestrategien zur Behandlung der Sprechstörungen im Rahmen einer Parkinsonerkrankung kennenzulernen, um die Betroffenen so vor sozialer Isolation zu schützen und ihnen zu helfen, ihre Lebensqualität zu sichern.
Datum der Veranstaltung:
27. März 2026
Anzahl der Fortbildungstage:
2
Fr, 27.03.2026 09:00 - 17:00 Uhr
Sa, 28.03.2026 09:00 - 15:00 Uhr
Dozent/in:
Dr. Phil. Grit Mallien
Veranstalter:

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